Aktuelles

Jahresrückblick 2018

Böhmerwaldmuseum Wien und Erzgebirger Heimatstube Wien, im Dezember 2018

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde des Böhmerwaldmuseums Wien!

Das Jahr 2018 ist wie im Flug vergangen und wir blicken auf viele Aktivitäten des Böhmerwaldmuseums zurück. Die alljährliche Ausstellung steht heuer unter dem Motto „Meine Heimat im Wandel“. Sie behandelt Renovierungsprojekte von Kirchen, Kleindenkmälern und Friedhöfen in Böhmen und Mähren und wurde am 21. April 2018 im Beisein von Ehrengästen aus Österreich, Deutschland und der Tschechischen Republik eröffnet. Die zweisprachige Ausstellung dokumentiert nicht nur die erfreuliche Rettung zahlreicher Kulturgüter, sondern auch das zunehmende Interesse in der Tschechischen Republik das Kulturerbe zu erhalten und oftmals dem Vergessen zu entreißen. Sie ist ebenso ein Zeichen für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen den Nachkommen der ehemaligen und der heutigen Bewohner, zumeist auf freiwilliger Basis.

In der Hauptversammlung wurden das bestehende Team um OStR Mag. Ruth Steiner (neue Schriftführerin), Christina Stephan (Kassenführung) und Benedikt Peter (stellvertretende Kassenführung) erweitert. Wir danken den bisherigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und freuen uns über die neue Unterstützung!

Bei zahlreichen Veranstaltungen waren Vertreter des Böhmerwaldmuseums auch heuer wieder vertreten, bestehende Kontakte wurden gepflegt und neue geknüpft, so waren wir beim Treffen des Böhmerwaldheimatkreises Prachatitz in Ingolstadt, beim Sudetendeutschen Tag in Augsburg, bei Treffen in Finsterau, am Dreisesselberg und in Lackenhäuser, in Philippsreut, in Vimperk (Winterberg) und Freyung sowie beim jährlichen Treffen der Klemensgemeinde auf unserem „Hausberg“, dem Mandelstein im Waldviertel. Erfreulich für die Kontinuität unserer Kontakte nach Tschechien war auch der Ausgang der Kommunalwahlen im September, die mit uns in Verbindung stehenden Bürgermeister von Nové Hrady (Gratzen), Mag. Vladimír Hokr, und von Prachatice (Prachatitz), Ing. Martin Malý , wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Die „Lange Nacht der Museen“ bescherte heuer nicht nur einen Besucherrekord, sondern auch viele junge Besucher, die großes Interesse an der Geschichte Böhmens und Mährens zeigten. Ein Spiel für Kinder, launige Vorträge in Böhmerwäldler Mundart, ein appetitliches Buffet und Beratung zur Familienforschung rundeten unser Programm für diese Veranstaltung ab.

Im Gedenkjahr 2018 galt es an zahlreiche historische Ereignisse zu erinnern, vom Beginn und Ende des 30jährigen Krieges über das Revolutionsjahr 1848 bis zum allgegenwärtigen Ende des Ersten Weltkriegs, dem Ende der Ersten Republik 1938, dem kommunistischen Putsch in der Tschechoslowakei 1948 und der Niederschlagung des Prager Frühlings vor 50 Jahren.

Die Zusammenarbeit mit dem Böhmerwaldheimatkreis Prachatitz wurde weiter intensiviert, nach der vollständigen Digitalisierung der Zeitschrift „Böhmerwäldler Heimatbrief“ vor einigen Jahren wird derzeit das Foto- und Filmarchiv durch Mitarbeiter des Böhmerwaldmuseums digitalisiert. Das Museumsarchiv dieses Vereins in Ingolstadt wurde nach dem Vorbild des Böhmerwaldmuseums dokumentiert. Der Böhmerwäldler Heimatbrief berichtet regelmäßig über die Aktivitäten des Böhmerwaldmuseums, auch wurde ein Fotokalender mit Naturaufnahmen aus dem Böhmerwald aufgelegt – ein ideales Weihnachtsgeschenk auch für Sie (siehe unten)!

Viele Anfragen erreichen regelmäßig das Böhmerwaldmuseum, Bücher werden auf Anfrage komplett digitalisiert, Fotos übermittelt und Hinweise zur Familienforschung gegeben. Besonders erfreulich ist, dass das neu eröffnete Haus der Geschichte in St.°Pölten in seiner aktuellen Ausstellung „Die umkämpfte Republik“ auch Leihgaben aus dem Böhmerwaldmuseum zeigt. Einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit bildet weiterhin die Archivierung. So erhielten wir aus dem Nachlass unserer langjährigen Mitarbeiterin Gerda Mayer, die im vergangenen Jahr verstorben ist, zahlreiche Bücher, Trachten und Videokassetten.

Wie jedes Jahr danken wir allen Mitgliedern des Museumsvereins, allen Spendern und Gönnern des Böhmerwaldmuseums für ihre finanzielle Unterstützung und bitten auch weiterhin um Ihre Beiträge – unverändert 25 Euro pro Jahr – und Spenden!

Wir wünschen eine schöne Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest, Glück und Gesundheit im neuen Jahr!

Direktionsrat i.R. Franz Kreuss, Obmann Stv.
Dr. Gernot Peter, Obmann

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Lange Nacht der Museen 2018

Obmann-Stv. Franz Kreuss mit Besuchern und bei seiner Mundartlesung

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PENTAX DIGITAL CAMERASpurensuche an der Landkarte

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Dr. Peter mit interessierten Besuchern

Besucherrekord im Wiener Böhmerwaldmuseum

Die Leitung des Wiener Böhmerwaldmuseums konnte sich im Rahmen der ORF-Aktion „LANGE NACHT DER MUSEEN“ am 6. Oktober 2018 über einen neuen Besucherrekord ganz besonders freuen. Besonders auch deshalb, weil von den über 200 Besuchern weit mehr als die Hälfte der jüngeren Generation zuzurechnen waren. Das Interesse für die Lebensgeschichte von Eltern und Großeltern, deren Vertreibung aus dem Böhmerwald sowie allgemein die hohe Nachfrage nach den Möglichkeiten der heutigen Ahnenforschung brachte viele junge Menschen in das Museum. Hier standen Obmann Mag. Dr. Gernot Peter, Obmann-Stv. Direktionsrat Franz Kreuss, Kustos DI Herwig Kufner, Christian Aussprung sowie die Ehrenmitglieder der Österr. Gesellschaft für Genealogie und Geschichte FAMILIA AUSTRIA, Dkfm. Helmuth Tautermann und Michael Ambrosch als kundige Auskunftspersonen zur Verfügung. Zur Auflockerung dienten auch die laufenden Vorträge zu „Ernstes und Heiteres aus dem Böhmerwald“, zum Teil in Böhmerwäldler Mundart, welche Franz Kreuss in bewährter Weise gestaltete. Seitens der Sudetendeutschen Landsmannschaft besuchten Bundesobmann LAbg. i.R. Gerhard Zeihsel mit Gattin, von der Heimatgruppe Schönhengstgau Senatsrat DI Harald Haschke und von der ehemaligen Heimatgruppe Hochwald Walburga Rudolf das Museum, ebenso viele Mitglieder des Böhmerwaldbundes Wien.

Das von den Familien Kreuss und Kufner gestiftete kleine Buffet fand regen Zuspruch, hier gab es dann auch viele persönliche Gespräche zwischen „Jung und Alt“, womit die Sinnhaftigkeit sowohl des kleinen Heimatmuseums als auch der gesamten Aktion „Lange Nacht der Museen“ wieder erneut unter Beweis gestellt wurde.

Für die Museumsleitung war dieser hohe Zuspruch an wirklich interessierten jungen Besuchern ein weiterer Beweis für die zukunftsorientierte Arbeit des Museumsvereins in einem vereinten Europa.

Eindrucksvolle Ausstellungseröffnung mit Buchpräsentation –

Jahreshauptversammlung des Museumsvereins

Anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „MEINE HEIMAT IM WANDEL“ und der Buchpräsentation „DER DAFFINGER DES BÖHMERWALDES – Das Leben des Anton Jungwirth““ konnte Museumsobmann Dr. Gernot Peter am Samstag, dem 21. April 2018 in den Räumlichkeiten des Böhmerwaldmuseums in Wien eine sehr große Zahl an interessierten Besuchern begrüßen. Neben Vertretern der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (Bundesobmann Gerhard Zeihsel, Landesobmann Dieter Kutschera, Wissenschaftsreferent Mag. Wolf Kowalski) und vielen Museumsmitgliedern waren auch mehrere Gäste aus Tschechien anwesend.

Es waren  Frau Vlasta Nosková aus Pilsen (Plzen), die ehemalige Bürgermeisterin Jaroslava Martanová aus Winterberg (Vimperk) und deren Bekannte aus Wien Frau Mag. Vera Horn-Kasal (als Dolmetsch), das Ehepaar Václav und Růžena Vacha  aus Winterberg (vom Verein Šumavský z.s. – Torismus und Verlagswesen), Herr Michael Coleman aus Prag (Praha) und Herr Vizebürgermeister Dr. Jan Klimeš mit seinem Gemeinderat Mgr. Václav Kuneš aus Prachatitz (Prachatice) gekommen. Der besondere Gruß galt auch dem Verleger Hans Schopf vom Ohetaler Verlag in Grafenau (Bayern), dem Ehepaar Dr. Herbert und Dr. Carol Traxler aus New Carollton, Maryland, USA (mit sudetendeutschen Wurzeln), der südmährischen Schriftstellerin Dr. Ilse Tielsch sowie dem Autor des neuen Buches, Guido Jungwirth aus Deutschland.

Dr. Peter erläuterte die 20 Bildtafeln der Ausstellung über die deutsch-tschechischen Denkmalpflegeprojekte in Tschechien, welche durch einmalige Zusammenarbeit und mit Unterstützung deutscher und tschechischer Organisationen und Bewohner möglich waren. Die eigentliche Ausstellungseröffnung durch die Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Frau Dr. Zuzana Finger aus München, musste etwas verschoben werden, da diese aufgrund deutscher Zugverspätungen erst später zur Ausstellung kommen konnte.

Der Urgroßneffe Guido Jungwirth des „Daffinger des Böhmerwaldes – Anton Jungwirth“ hat über das Leben seines Urgroßonkels im Wiener Böhmerwaldmuseum reichliche Unterlagen einsehen können, so dass es ihm möglich war, aus diesen Artefakten einen Roman über das Leben des Böhmerwäldler Mundartdichters, Aquarellmalers, Bleistiftzeichners und Buchillustrators zu schreiben. Bei Verleger Hans Schopf fand er eine Möglichkeit, diesen seinen Plan zu  verwirklichen. Der Autor las einige Auszüge aus diesem Lebensbild des Anton Jungwirth.

Der Obmann des Wiener Böhmerwaldbundes Franz Kreuss gab einen kurzen Überblick über das Leben Jungwirths und schilderte die vielfältige Zeichen- und Malarbeiten, welche dieser für Schulbücher (auch im Verlag Jugend und Volk) und Tierlexika sowie Pflanzen- und Mineralienbücher geleistet hatte. Auch erinnerte er daran, dass Anton Jungwirth nach 1946 bei den Heimatabenden der Böhmerwäldler in Wien immer wieder als Gedichtvortragender gerne gesehen wurde. Und aus dem umfangreichen dichterischen Nachlass trug Franz Kreuss dann zwei Gedichte in Böhmerwäldler Mundart vor. Er bedankte sich auch in sehr persönlichen Worten bei Hans Schopf für seine unternehmerische Risikobereitschaft stets alte und auch völlig neue Böhmerwaldliteratur wieder oder neu heraus zu geben.

Bei Wein und Brot gab es viele gute Gespräche und neue Kontakte. Die nun verspätet eintreffende Heimatpflegerin Dr. Finger gab ihrer großen Freude Ausdruck, dass diese Wanderausstellung über die gemeinsamen tschechisch-deutschen Denkmalpflegeaktivitäten nun auch hier in Wien, vermehrt um zusätzliche Ansichtskarten-Darstellungen aus Museumsbeständen gezeigt werden kann und so einem erweiterten Besucherkreis zugängig gemacht wird.

Anschließend begab man sich in das neben dem Museum befindliche Gastlokal, um diese Ausstellungseröffnung samt Buchpräsentation gemütlich ausklingen zu lassen. Auch wurde hier die alle zwei Jahre notwendige Hauptversammlung des Museumsvereins mit Neuwahlen durchgeführt. Obmann-Stellvertreter Kreuss übernahm die Abwicklung dieser Hauptversammlung, bei der sowohl der Bericht von Obmann Dr. Peter, der Kassiererin und der Rechnungsprüfer ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen und dem gesamten Vorstand die Entlastung erteilt wurde.

In seinem Bericht konnte Dr. Peter die äußerst umfangreichen Aktivitäten des Museumsvereins darlegen und die Bedeutung der grenzüberschreitenden Tätigkeiten und Ausstellungen aufzeigen, deren positives Echo durch den Besuch so vieler Gäste aus Tschechien auch bei dieser Ausstellungseröffnung unter Beweis gestellt wurde. Bei der folgenden Neuwahl des Vorstandes (durchgeführt durch LO Kutschera) wurden die bisherigen Museumsobmänner Dr. Peter und Direktionsrat Kreuss mit großem Beifall einstimmig wieder gewählt. Beiden wurde für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für das Museum großer Dank ausgesprochen.

Für seine 20jährige Leitung des Böhmerwaldmuseums sprach Frau Christina Stephan Dr. Peter im Namen aller Vereinsmitglieder, Förderer und Gönner Dank und Anerkennung aus. Auch der Einsatz seines Stellvertreters Franz Kreuss und dessen Gattin Herta sowie des ehemaligen Kustos DI Herwig Kufner und Gattin Annemarie wurde besonders gewürdigt. Obmann-Stv. Franz Kreuss wies darauf hin, dass Dr. Peter seine erfolgreiche Arbeit zur Völkerverständigung ausschließlich ehrenamtlich leistet und sich auch nicht durch negative Bewertungen und Presseberichte am Beginn seiner Tätigkeit beeinflussen ließ.

Dieser Nachmittag war wieder ein besonderes Zeichen für den Erfolg der Museumsleitung, der Museumsvereinsarbeit und deren Bemühung um eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Sinne der gemeinsamen Geschichte.

0-besucher  1-besucherGroßer Publikumsandrang bei er Eröffnung

2-tschechische-gaeste  loewe         ehem. Bürgermeisterin von Winterberg                 Beispiel einer Bleistiftzeichnung

 trifft Vizebürgermeister von Prachatitz                               von Anton Jungwirth

franz-kreuss-dr-ilse-tielsch dr-zuzana-finger-franz-kreuss-dr-gernot-peterObmann-Stv. Kreuss mit Dr. Ilse Tielsch       Dr. Zuzana Finger mit Dr. Gernot Peter

dr-zuzana-finger-dr-gernot-peter dr-peter-guido-jungwirth    Dr. Zuzana Finger / Dr. Gernot Peter        Dr. Peter – Herta Kutschera – Guido Jungwirth

dr-gernot-peter-franz-kreuss-guido-jungwirth bildtafeln-heumat-im-wandel-1    Dr. Peter-Franz Kreuss-Herta Kutschera          DI Herwig Kufner vor den  Bildtafeln

             – Autor Guido Jungwirth

bildtafeln-heimat-im-wandel anton-jungwirth-foto-und-buch         Hans Schopf mit Gattin                       Bildnis Anton Jungwirth und das neue Buch

guido-jungwirth-und-verleger-hans-schop guido-jungwirth-verleger-hans-schopfAutor Guido Jungwirth mit seinem Verleger Hans Schopf

SONDERAUSSTELLUNG 2018 / 2019

„MEINE HEIMAT IM WANDEL“

Deutsch-tschechische Denkmalpflegeprojekte in Tschechien

  Das Böhmerwaldmuseum in Wien präsentiert mit dieser Sonderausstellung zwanzig ausgewählte aktuelle deutsch-tschechische Denkmalpflegeprojekte, die in der Tschechischen Republik durchgeführt wurden. Diese sind ein Bestandteil des 8. Jahrgangs der Ausstellung „Meine Heimat im Wandel 2016“ der renommierten Organisation Florale CZ – Asociace Souznĕní, in der insgesamt 112 Projekte gwürdigt werden. Die Präsentation in Form von Schautafeln legt ein eindrucksvolles Zeugnis über gerettete Sakralbauten, Pflege der deutschen Gedenkorte und Wiederaufbau der deutschen Spuren in der Geschichte der böhmischen Länder ab. Der Verein OMNIUM z.s. mit Sitz in Broumov (Braunau) hat es sich zur Aufgabe gemacht, zerstörte, bedrohte, genutzte oder ungenutzte Denkmäler zu erhalten, zu restaurieren oder zu erneuern. Dabei werden auch „Workcamps“ mit Freiwlligen veranstaltet. Diese Wokcamps sind für die breite (und professionelle) Öffentlichkeit aller Altersgruppen konzipiert, mit dem einzigen Ziel, kulturelles Erbe und Hilfsbereitschaft zu bewahren.

  Die Ausstellung wird von der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Frau Dr. Zuzana Finger, München, betreut, welche auch die Eröffnung dieser Sonderschau vornimmt.

   Im Rahmen der Eröffnung dieser Sonderausstellung soll auch an das Wirken des Böhmerwäldler Schriftstellers, Mundartdichters und vor allem feinfühligen Zeichners

ANTON JUNGWIRTH – Der DAFFINGER des Böhmerwaldes

(geb. 1891 in Pernek bei Oberplan, gest. 1955 in Wien) erinnert werden. Sein Urgroßneffe Guido Jungwirth hat in einem soeben im bayeriscshen Ohetaler-Verlag erschienen Roman das Leben dieses großen Böhmerwäldlers beschrieben und gewürdigt. Aus diesem Buch wird Guido Jungwirth anläßlich der Ausstellungseröffnung „Meine Heimat im Wandel“ vortragen.

  Anton Jungwirth war nach mehreren Anstellungen in Trebnitz, Passau und Wien vor dem II. Weltkrieg als Buchhalter in einer Marchfelder Zuckerfabrik in Niederösterreich tätig. Nach Kriegsende widmete er sich ganz der Mundartdichtung und vor allem der Zeichenkunst. Er lieferte unzählige Illustrationen für Zeitschriften und wissenschaftliche Verlage. Seine Blumen-, Tier-, Schmetterlings-, Stein- und Münzenaquarelle fanden großen Beifall – besonders durch die ungemein genaue Darstellung jeder Einzelheit, welche eine selten sichere Hand der Ausführung verrät.

Anton Jungwirth wird mit Recht der „DAFFINGER DES BÖHMERWALDES“ genannt.

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Tschechischer Kulturminister im Böhmerwaldmuseum

Tschechiens Kulturminister Daniel Hermann folgte der Einladung von Dr. Gernot Peter, Obmann des Wiener Böhmerwaldmuseums, anlässlich des Sudetendeutschen Tages 2017 in Augsburg. Minister Herman hat als Böhmerwäldler persönliche Beziehung zum Geburtsort der Heimatdichterin und Schriftstellerin Rosa Tahedl, welche er auch noch persönlich kennen lernen konnte. So war es ihm auch ein Anliegen, die im Böhmerwaldmuseum gezeigte Tahedl-Ausstellung sowie das Museum zu besuchen.

Der tschechische Botschafter Jan Sechter brachte am 13. Juni nachmittags Kulturminister Herman und Begleitung zum Museum, wo sie von Dr. Gernot Peter und Direktionsrat Franz Kreuss (Gestalter der Tahedl-Ausstellung) begrüßt wurden. Leider musste der Botschafter (der bereits 2016 hier einer Ausstellungseröffnung beiwohnte) aus Termingründen gleich wieder weiter. Minister Herman war sehr angetan – einerseits von der auch hier gezeigten Ausstellung, andererseits von den unzähligen kleinen und größeren „Böhmerwald-Relikten“, dem umfangreichen Archiv und der großen Bibliothek. Herman zollte der Museumsleitung großen Dank für die immer wieder grenzüberschreitenden Aktivitäten im Sinne der Völkerverbindung.

Bei einem abschließenden kleinen Umtrunk im Museum gab es Gelegenheit für sehr persönliche Gespräche. Dieser Besuch des tschechischen Kulturministers bewies einmal mehr die richtige und zukunftweisende Arbeit des Wiener Böhmerwaldmuseums.

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Dr. Peter erklärt das Holzschuhmacher-Werkzeug

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Minister Herman – ObmStv Kreuss – Obmann Dr. Peter

 

Sudetendeutscher Tag Juni 2017 in Augsburg: Kulturminister Daniel Herman besichtigt die Rosa-Tahedl Ausstellung
Rudolf Hartauer, Dr. Gernot Peter, Kulturminister Daniel Herman
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Sonderausstellung 2017/2018: Rosa Tahedl zum 100. Geburtstag

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Sonderbriefmarke für Rosa Tahedl
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Aussstellungseröffnung mit Václav Rosa
(ehemaliger Vizebürgermeister der Stadt Prachatitz/Prachatice), 2. v.r.

Aussstellungseröffnung mit Franz Kreuss, Dr. Gernot Peter,
Hans Schopf vom Ohetaler Verlag (v.l.n.r.)

Sonderausstellung  2016/2017:
Eröffnung unter Anwesenheit von Botschafter Jan Sechter
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Weitere Sonderausstellungen
Sonderausstellung 2015-2016
Sonderausstellung 2014-2015
Sonderausstellungen 2013

Rundbriefe
rundbrief-dezember_2018
rundbrief_dezember-2017
rundbrief-dezember_2016
rundbrief-dezember_2015
rundbrief-dezember_2014
rundbrief-dezember_2013

 

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